Häufige Fragen
zur ärztlichen Untersuchung in der Nuklearmedizin

Fragen zur Nuklearmedizin

Was ist Nuklearmedizin?

Die Nuklearmedizin ist ähnlich wie die Radiologie eine eigenständige Disziplin zur Diagnostik und Therapie verschiedener Erkrankungen. Mittels schwach radioaktiver Substanzen (Radiopharmaka) werden Bilder, sogenannte Szintigramme, des Körper oder einzelner Organe erstellt.

Die schwach radioaktiven Substanzen werden nach kurzer Zeit über natürliche Stoffwechselwege wieder ausgeschieden.

Ist die Radioaktivität gefährlich?

Die Strahlenbelastung ist gering, häufig geringer als bei vergleichbaren Röntgenuntersuchungen.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt.

Was ist eine Szintigraphie?

Eine Szintigraphie ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren. Es wird eine schwach radioaktive Substanz (Radiopharmakon) intravenös injiziert. Hiermit können Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden, die wiederum Aufschluss auf Erkrankungen oder Funktionsstörungen von Organen erlauben.

Eine spezielle Gammakamera erstellt dann die sogenannten Szintigramme, die Ihnen im Anschluss der Untersuchung in Papierform oder auf CD mitgegeben werden.

Wir verfügen über eine moderne Hybrid-Gammakamera (SPECT-CT), die mittels digitaler Volumentomographie spezielle 3D-Rekonstruktionen erstellt. Der überweisende Arzt bespricht dann mit Ihnen nochmals das Ergebnis.

Was ist eine Herzszintigraphie / Myokardszintigraphie?

Die Myokardszintigraphie zeigt, wo und wie stark die Durchblutung des Herzmuskels eingeschränkt ist. Hierdurch kann die Auswirkung einer Verengung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) beurteilt werden. 

Sie ist eine nicht belastende und schonende Untersuchungsmethode. Herzkatheter kommen hierbei nicht zum Einsatz.

Der erste Termin ist eine Untersuchung unter Belastung / körperlicher Anstrengung. Zeigen sich bei diesem ersten Teil der Untersuchung Auffälligkeiten, ist eine zweite Untersuchung entweder am gleichen Tage oder an einem anderen Tag im Ruhezustand erforderlich.

Was ist eine Skelettszintigraphie?

Die Skelettszintigraphie ist eine nuklearmedizinische Darstellung des Knochenstoffwechsels. Es können Rückschlüsse auf eine Knochenerkrankung (Rheumatoide Arthritis, Arthrose, TEP-Lockerung, Fraktur, Metastasen, Tumor, Morbus Sudeck, Osteomyelitis etc.) gezogen werden.

Wozu dient eine Nierenszintigraphie?

Die Nierenszintigraphie (Nierenclearance) ist eine spezielle Untersuchung der seitengetrennten Funktion bzw. Durchblutung der Nieren und kann eine Aussage über die Ausscheidungsleistung beider Nieren treffen.

Was geschieht bei der Gelenktherapie/ Radiosynoviorthese (RSO)?

Bei schmerzhaften, chronisch entzündlichen oder degenerativen Gelenkerkrankungen wird bei der RSO ein Radiopharmakon direkt in das schmerzhaft geschwollene und bewegungseingeschränkte Gelenk gespritzt. Die Strahlung dieser radioaktiven Substanzen (Yttrium, Rhenium, Erbium) im Gewebe hat nur eine Reichweite von wenigen Millimetern. Dort zerstören die Betastrahler gezielt die Zellen der entzündeten Gelenkinnenhaut (Synovia), die die Schmerzen verursacht. Umliegendes Gewebe wird hierbei nicht geschädigt.

Die Radiosynoviorthese kann ambulant durchgeführt werden, ein Krankenhausaufenthalt ist hierfür nicht erforderlich.

Die Wirkung der RSO hält meist deutlich länger an, als andere Gelenkinjektionen.

Kann ich eine Radiojodtherapie (Schilddrüsentherapie mit radioaktivem Jod) auch ambulant durchführen?

Nein. Aufgrund der deutschen Strahlenschutzgesetzgebung muss diese Therapie stationär durchgeführt werden. Es ist daher eine Aufnahme in einem Krankenhaus erforderlich. Der stationäre Aufenthalt bei gutartigen Schilddrüsen-Erkrankungen beträgt ca. 4 Tage, im Einzelfall auch länger.

Fragen zur Untersuchung

Kann jeder Patient in die Praxis kommen?

Ja. Als ambulante Praxis behandeln wir alle gesetzlich oder privat versicherten Patienten. Zusätzlich betreuen wir BG-Patienten und Patienten konsiliarisch aus umliegenden Krankenhäusern.

Was muss ich mitbringen?

Bitte bringen Sie eine Überweisung mit. Privatpatienten können ohne Überweisung behandelt werden. Des Weiteren bringen Sie bitte Ihre Versicherten-Chipkarte und ggf. Vorbefunde und Voraufnahmen (gerne auf CD) mit.

Soll ich meine Medikamente vorher absetzen?

Dies ist im Allgemeinen nicht erforderlich, aber individuell verschieden, bitte fragen Sie nach. Bringen Sie uns bitte eine Liste Ihrer Medikamente mit.

Wird mir ein Kontrastmittel gespritzt?

Nein, in der Nuklearmedizin werden keine Kontrastmittel verabreicht. Es handelt sich um schwach radioaktive Substanzen (Tracer), welche sich in bestimmten Organen speichern und somit eine Aussage über die Funktion der Organe erlauben. Die Strahlenbelastung ist dabei häufig geringer als die von vergleichbaren Röntgenuntersuchungen.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Das ist von Untersuchung zu Untersuchung sehr unterschiedlich.

Eine Schilddrüsenszintigraphie dauert z. B. nur ca. 20 Minuten, komplett mit einer Ultraschalluntersuchung, Schilddrüsenlabor und Anamnese rechnen Sie bitte mit ca. 1 Stunde.

Skelettszintigraphien bestehen häufig aus einer Frühaufnahme wenige Minuten nach der Injektion und einer Spätaufnahme nach einer Wartezeit von ca. 2 Stunden, so dass die gesamte Untersuchungszeit ca. 3 – 4 Stunden in Anspruch nehmen kann. Sie können in der Wartezeit zwischen Früh- und Spätaufnahme die Praxis gerne verlassen.

Herzuntersuchungen dauern in der Regel ca. 1,5 Stunden. Eventuell muss eine Zweituntersuchung unter Ruhe- oder Stressbedingungen durchgeführt werden, diese kann am gleichen oder an einem anderen Tag durchgeführt werden. Wenn die Zweituntersuchung am selben Tag stattfindet, ist mit einer entsprechenden Wartezeit zu rechnen, insgesamt wäre dann ein Zeitbedarf von 3 – 4 Stunden nötig.

Sind nach der Untersuchung Vorsichtsmaßnahmen notwendig?

Grundsätzlich eigentlich nicht. Sie können z. B. Auto fahren, zu Ihrem Arbeitsplatz oder nach Hause zurückkehren. Auch wenn die Radioaktivität schnell zerfällt, sollten Sie, um die Strahlenbelastung für unbeteiligte Dritte weiter zu reduzieren für ca. zwei Stunden engen körperlichen Kontakt mit Schwangeren und Kleinkindern meiden, gegenüber anderen Personen sind keine Vorsichtsmaßnahmen nötig. Für Sie als Patient kann die geringe Strahlenbelastung weiter reduziert werden, indem Sie nach der Untersuchung reichlich trinken.

Ich bin schwanger, kann ich mich trotzdem untersuchen lassen?

Eine Schwangerschaft sollte zum Zeitpunkt einer Szintigraphie zuverlässig ausgeschlossen sein. Ultraschall und Laborwertkontrollen sind jederzeit möglich.

Können auch Kinder untersucht werden?

Ja. Weil die Aufnahmegeräte hochempfindlich sind, reichen sehr geringe Mengen radioaktiver Substanz aus. Die Dosis der radioaktiven Substanz wird entsprechend dem Alter, des Gewichts und der Größe des Kindes niedriger dosiert. Kinder können wir allerdings nur in Begleitung oder mit der Einverständnis eines Erziehungsberechtigten untersuchen.

Bieten Sie als Nuklearmediziner auch MRT / Kernspin-Untersuchungen an?

Ja. Durch unsere Nebenbetriebsstätten können wir sowohl am Standort Bad Schwartau als auch am Standort Groß Grönau, also in direkter Nähe zu Lübeck oder Ostholstein, häufig zeitnahe MRT-Termine anbieten.

Bieten Sie als Nuklearmediziner auch CT- oder Röntgen-Untersuchungen an?

Nein. Das sind radiologische Untersuchungsverfahren, bitte wenden Sie sich an radiologische Praxen.
Mo. 08:00 – 17:00 Uhr
Di. 08:00 – 17:00 Uhr
Mi. 08:00 – 18:00 Uhr
Do. 08:00 – 17:00 Uhr
Fr. 08:00 – 14:00 Uhr

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